Kochergarten

Die Idee die zum Verein Kochergarten führte

Hintergrund

Der Umstand sowie die Auswirkungen dessen, wie die Erde sich in den letzten 100 Jahren gewandelt hat, sickert in zunehmendem Maße in unser Bewusstsein. Dieser Prozess wurde maßgeblich durch eine gesellschaftliche Ahnungs- bzw. Sorglosigkeit begünstigt aber auch durch eine Lebensweise, Verantwortung von sich zu weisen, oder sie gar nicht zu erkennen und letztlich, durch die daraus resultierende Gewohnheit. Vielleicht auch, weil wir uns oft zu ohnmächtigen Zuschauern degradieren lassen, zu Statisten in einer Welt, in der der Einzelne scheinbar nichts auszurichten vermag. Wen zuviel belastet neigt dazu, wegzuhören und wegzusehen. Man hat genug mit sich selbst zu tun und reagiert oft gleichgültig oder verdrängt.

Kochergarten Sonnenuntergang

Sonnenuntergang im Kochergarten

Die Zeit ist mehr als reif, dass nicht nur ein Umdenken, sondern auch Handeln stattfindet. Und geht es nicht darum, mit erhobenem Zeigefinger durch die Welt zu gehen oder darauf hinzuweisen was auf einem anderen Kontinent alles schief läuft. Vielmehr sollen, wie man so schön sagt „vor der Haustüre“ Aktionen angeregt und durchgeführt werden. Wir möchten Sie ermuntern zum Mitmachen aus Überzeugung, Begeisterung und Freude an der Sache. Einfach um zu Tun, um ein Zeichen zu setzen, mit anderen oder alleine und mit dem Erfolgserlebis, etwas getan zu haben worauf Sie stolz sind. Vielleicht haben Sie schon lange eine Idee die ausprobiert werden will und gerade hier treffen Sie Gleichgesinnte. Sie können sich einbringen, aktiv werden und auch mit anderen beginnen Dinge zu bewegen – zu erfahren – und so Veränderung in die Welt hinauszutragen.

Der Verein sieht sich dabei als Kommunikationsplattform für Menschen und Organisationen die sich für eine natürliche, lebenswerte und reelle (Um)Welt einsetzen wollen. Die Bandbreite dessen ist groß und hängt vorallem davon ab, wie sich die einzelnen Mitglieder selbst einbringen und organisieren. Es ist – weitergedacht – vorstellbar, dass der Verein als Bindeglied auftritt zwischen Gemeinden, Landbesitzern und -bewirtschaftern, Bewohnern, Vereinen, sowie allen Interessierten aus nah und fern. Angesprochen sind private Lebensprojekte und Ideen genauso wie gewerbliche und landwirtschaftliche Aktivitäten.

Ein lauschiges Plätzchen auf dem Koiser

Kontemplation

Vieles ist langfristig zu betrachten und fernab von jeder Schnelllebigkeit. Die Natur hat ihren eigenen Rhythmus mit wachsen und vergehen, sähen und ernten oder Fülle und Knappheit, und wir sind ein Teil von ihr.

Ziele

Auf 4 Themen bzw. Ziele hat der Verein sein Augenmerk gerichtet. Sie sind eine grobe Struktur und die Art und Weise der Beschäftigung damit ist mannigfaltig.

  1. Unterstüzung extensiver und ökologischer Landbewirtschaftung
  2. Schaffung von Bildungsangeboten zum Thema Natur und Umwelt
  3. Erhöhung der Biodiversität
  4. Fördern von Strukturen um regional Erzeugtes auch regional zu vertreiben
Feld bestellen auf dem Koiserhof

Ein Feld wird bestellt auf dem Koiserhof

Wir favorsieren naturbelassene gesunde Lebensmittel und die Förderung von Strukturen, dass regional Erzeugtes auch regional vermarktet bzw. genutzt werden kann. Wenn möglich in einer mehr und mehr zusammenwachsenden Fläche, nach dem Grundgedanken, dass ökologische Landbewirtschaftung nur dann wirklich sinnvoll ist, wenn sie großflächig und zusammhängend praktiziert wird.

Wer die Natur versteht kann Sie schützen bzw. in natürlichen Zyklen denken und entsprechend handeln. Es gilt Wissen darüber zu verbreiten und anderen zur Verfügung zu stellen. Eine Wissens- bzw. Erfahrungsbörse soll enstehen und auch generationsübergreifendes Lernen stattfinden können.

So gehört auch die Steigerung der Artenvielfalt durch Bepflanzung dafür geeigneter ungenutzter Flächen beispielsweise mit einheimischen Gehölzen und Wildkräutern dazu. So erhält man samenfeste Populationssorten und bietet die Grundlage für eine artenreiche, regional ausgeprägte Natur.

  • Kräuterrundgang und Pilzwanderung
  • Flurputzede
  • Schulprojekt mit Herrn Joos und Schülern der KSA (Kaufmännische Schule Aalen) zum Thema Autarkie und Selbstversorgung – am Beispiel des Apfelsaftes auf dem Koiserhof von der Ernte bis zur Abfüllung
  • Besichtigung von Biobauernhöfen
  • Besuch bei Markus Gastl und seinem Hortus Insektorum
  • Stunde der Wintervögel Exkursion in Kooperation NABU-Abtsgmünd
  • Besuch des Talhofes in Heidenheim mit Brunch und Besichtigung eines der ältesten Demeter-Betriebe in Deutschland. Seit 1929 wird dieser biologisch-dynamisch bewirtschaftet.
  • Vorträge im Rahmen des Koiserhocks z. B. vom Netzwerk Blühende Lanschaft mit Maik Romeikat

Lage

Der Gründungsort und Vereinssitz des Kochergartens befindet sich ziemlich genau im Zetrum des Ostalbkreises. Geht man von seinen weitesten Ausdehnungen aus, waagerecht wie senkrecht und kreutzt man diese Linien, kommt man relativ genau in die Gegend des Koiserhofes zwischen Abtsgmünd und Fachsenfeld. So sieht der Verein in diesem Gebiet, etwa einen Radius mit 35 km, seinen Wirkungskreis. Die Grenzen sind natürlich fließend und die Ideen und die daraus entstehenden Projekte, hoffentlich ansteckend. Dieser imaginäre Kreis der hier umschrieben wird, zeichnet eine Fläche aus, die wir als geeignet erachten um aktiv zu werden. Sie soll aber auch groß genug sein, um ein effektives Netzwerk aufzubauen. Im Zentrum des Kochergartens, sollen die Aktivitäten zunächst komprimiert stattfinden, um sie so auch sichtbar werden zu lassen.

Der Ostalbkreis mit dem Fluß Kocher und dem Koiser im Zentrum

Im Zentrum des Ostalbkreises

Name

Der Name Kochergarten rührt zum einen daher, dass der Kocher direkt durch dieses „geographische Zentrum“ läuft und zum anderen ein großes verbindendes Element ist, da sich der Kocher auf einer Länge von etwa 80 km quer durch unseren „Wirkbereich“ schlängelt. Der Garten soll zum einen, auf ein positives Naturerlebnis deuten das vielen von uns in Erinnerung ist und zum anderen, auf den durchaus nährenden und versorgenden Charakter, den ein solcher bei entsprechender Pflege, für uns Menschen hat. Gleichzeitig ist er Ort der Begegnung, der Arbeit und der Enspannung.

Das K des Kochergartens

verzweigt, gewachsen, bodenständig

Gründung

So wurde das Projekt Kochergarten in Form eines Vereins im September 2013 auf dem Koiserhof gegründet. Der Verein hat derzeit (Stand Mitte 2015) etwa 80 Mitglieder und eine Reihe von Unterstützern und Parntern.

3 thoughts on “Kochergarten

  1. Hier ein interessanter Einkaufstipp:
    Am morgigen 01. Juli wird in Schwäbisch Gmünd im Mühlbergle 11 ein neuer „Tante-Emma-Laden“ unter dem Motto „regional und unverpackt“ eröffnet.
    Info vom Flyer:
    …angelehnt an das Berliner Vorbild finden Sie bei uns alles für den täglichen Bedarf- eben nackt und unverpackt.
    Ob Milch, Nudeln, Mehl oder Öl- bei uns füllen Sie nahezu alles selbst ab. Entweder in Ihre eigenen, mitgebrachten Behältnisse oder in Flaschen, Gläser, Boxen und Tüten von uns.
    Jede Transportverpackung ist wiederverwendbar, recyclingfähig oder zu 100 % biologisch abbaubar…

    Für mich ein Schritt in die richtige Richtung.
    LG Mitch

  2. es ist vollbracht !!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    1000 Dank an Timo und Benny !!!!!!!!!!!!!!!!

    im Namen aller Kochergärtner

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